REGRET

In der Gruppenausstellung REGRET (2017) der Animationsklasse in Kooperation mit dem Museum für Sepulkralkultur entstand REGRET, bestehend aus drei Teilen.

Untersuchungen über die Verwandtheit einer Tochter und ihres kürzlich verstorbenen Vaters. Sie wussten voneinander, standen aber kaum im Austausch.

In drei Installationen mit Fokus auf Fotografie, Animation und Sound zeigte ich, welche Gemeinsamkeiten wir dennoch teilten. Seltene gemeinsame Momente kollidieren mit versäumten Dialogen.



nicht erreichbar (zwei Wählscheibentelefone )

Aus dem Fundus meines Vaters stammt ein analoges finnisches Wählscheibentelefon. Ich selbst habe ein analoges deutsches Wählscheibentelefon. Die Telefone stehen nebeneinander. Sie werden über Arduino angesteuert, das in bestimmten Intervallen eins der beiden Telefone klingeln lässt. Falls ein Ausstellungsbesucher dran gehen sollte, hört das Klingeln auf und man hört nichts.

Distanz (Fernrohr und Animation)
Mein Vater hatte Vogelbeobachten zum Hobby. Er hatte eine beträchtliche Sammlung aus Zeitungsausschnitten. Vor allem von wildlebenden Vögeln. Aus dieser Sammlung entstand das animierte Video, das man nur über ein Fernrohr betrachten konnte. So fern und doch so nah.

Interferenz (zwei Rundmagazin-Diaprojektoren)
Zwei Diaprojektoren mit Rundmagazinen sind so aufgestellt, dass deren Projektionen aneinander knapp überschneiden. Sie laufen jeder für sich im eigenen Takt. Die linke Projektor zeigt eine Auswahl aus dem Leben meines verstorbenen Vaters, der ebenso gern wie ich fotografierte. Der rechte Projektor zeigt eine Auswahl an Dias von mir. Die Erkenntlichkeit der Momentaufnahmen ist erschwert durch die rohe Mauer. Eine Metapher an (unsere) Erinnerungen.